Geschichte des Kreis-Kerweborschtreffen

(Kreis Groß-Gerau)

Das Erste Kreiskerweborsch-Treffen vom 05.06.-07.06.1987 in Trebur

 

Seid 1927, der Fertigstellung der Turnhalle in Trebur, wird dort Kerb gefeiert und seit dieser Zeit gibt es Kerweborsch vun de Tornhall in Trewwer.

 

Im Jahr 1987 wollten die damaligen Kerweborsch das anstehende 60jährige Bestehen der Kerweborsch vun de Tornhall in Trewwer gebührend feiern. Aus diesem Grunde überlegte man sich, was man zu diesen Anlass besonderes planen könnte. Dass es einen Jubiläumsabend mit Tanzkapelle und dem Einlauf der Altkerwevädder geben sollte, so wie eine Kerweborsch-Disco, war schnell klar. Auch über einen Seniorennachmittag und einen kleine Frühschoppen in der Wirtschaft wurde man sich schnell einig. Doch meinten einige, dass irgend etwas noch fehlte, um die Kameradschaft und Freundschaft zwischen den einzelnen Kerweborsch-Gruppen noch zu verbessern. Man entschloss sich nach dem Vorbild von "Spiel ohne Grenzen" einen Gaudiwettkampf zu organisieren und hierzu alle Kerweborsch-Gruppen aus dem Kreis Groß-Gerau, sowie befreundet Gruppen außerhalb des Kreises Groß-Gerau einzuladen.

 

Es sagten 14 Gruppen für diesen Wettkampf zu. Dies waren: Bauschheim, Bodenheim, Crumstadt, Kelsterbach, Mörfelden, Walldorf, Hassloch, Königstädten, Leeheim, Stockstadt, Hessenaue so wie, ein Stammtisch von Altkerweborsch, die Altkerwevädder und die Freiwillige Feuerwehr, die an diesem Nachmittag auch die Bewirtung übernahm.

 

Bei dem anstehenden Gaudiwettkampf galt es 5 Disziplinen zu bewältigen. Zunächst stand ein Schubkarrenrennen mit Hindernissen auf dem Programm. Der Kerwevadder einer jeder Gruppe musste sich in den Schubkarren mit einem Eimer Wasser setzen, danach ging es über eine Wippe, an der ersten Station musste eine Wurst gegessen werden. Der Schubkarren mit dem Kerwevadder war danach über Strohballen zu heben und am Ende des Parcours musste schließlich noch eine Flasche Bier getrunken werden. Viele Kerwevädder hatten an der letzten Station die Wurst noch nicht richtig verdaut und waren selbstverständlich durchnässt.

Beim zweiten Spiel mussten Strohballen mit einer Mistgabel soweit wie möglich geworfen werden. Im dritten Spiel musste mit alten ausgelatschten Gummistiefeln 3 Bälle auf eine Art Torwand geschossen werden. Beim vierten Spiel war Schnelligkeit an der Saufmaschine gefragt. Als fünfte Disziplin mussten 3 große Ring Fleischwurst auf ihr Gesamtgewicht geschätzt werden. Bei der Siegerehrung stellte sich dann heraus, dass Crumstadt und Kelsterbach als Bestplatzierte die gleiche Punktzahl hatten, so dass ein Stechen (1 l Bier Wettsaufen) entscheiden musste. Dieses Stechen entschieden die Crumstädter Kerweborsch für sich und erhielten hierfür ein 30 Liter Faß Bier.

 

Nach Ende der Siegerehrung gratuliert Ehrenkerwevadder Erwin Schmenger den Kerweborsch zu dieser gelungenen Veranstaltung und äußerte den Wunsch das es im nächsten Jahr wieder solch eine Veranstaltung geben sollte. Die Crumstädter Kerweborsch erklärten sich dann als Sieger bereit diese Veranstaltung auszutragen.

Seit dem ist es zum Brauch geworden, dass der Sieger dieses Wettkampfes immer das nächste Kreis Kerweborsch-Treffen austrägt.

 

In diesem Jahr findet das Treffen schon zum 29. mal statt und mittlerweile nehmen über 20 Kerweborschgruppen teil. Zudem haben auch andere Kreise wie zum Beispiel Darmstadt-Dieburg ein Kerwerborsch-Treffen ins Land gerufen.